5. Nachhaltige Präventionsarbeit erfordert eine vernetzte Infrastruktur vieler Ministerien in Bund und Ländern, wie Gesundheit, Bildung, Wirtschaft und Umwelt etc. |
CDU und CSU wollen die Prävention aufwerten ohne dabei eine neue Bürokratie zu schaffen. Prävention braucht keine zentralistische Steuerung, sondern klare Regelungen der Zuständigkeiten und Finanzierung nach subsidiären Prinzipien. Vor allem auf kommunaler und regionaler Ebene wollen wir die Kooperation zwischen den gesellschaftlichen Akteuren verstärken, gemeinsame Ziele definieren, vorhandene Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit und Effizienz hin prüfen sowie vorhandene Strukturen nutzen. |
Es muss zur Selbstverständlichkeit werden, gesundheitliche Aspekte in allen anderen Politikbereichen zu berücksichtigen. Das betrifft nicht nur Bund und Länder, sondern auch die Kommunen. Gerade vor Ort ist es wichtig, Strukturen der Zusammenarbeit zu entwickeln. Wir haben dafür gesorgt, dass Maßnahmen der Gesundheitsförderung in Stadtteilen auch aus den Mitteln des Bund-Länder-Programms "Soziale Stadt" finanziert werden können.Ein anderes positives Beispiel der Zusammenarbeit ist der Nationale Aktionsplan "IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung", der entwickelt worden ist, um Gesundheitsförderung vor Ort zu vernetzen. Die Länder müssen dafür sorgen, dass das Gesundheitsbewusstsein von Kindern und Jugendlichen durch altersgerechte Unterrichtseinheiten im vorschulischen Bereich, in den Schulen und den Berufsschulen gefördert wird. Hierbei müssen auch die Eltern einbezogen werden. |
Das erwähnte Gremium für die Präventionsförderung auf Bundesebene soll alle wesentlichen Präventionsakteure einbeziehen. Gemeinsame Präventionsziele und Absprachen über Förderschwerpunkte, Qualitätsstandards u.v.a.m. brauchen einen solchen gemeinsamen Ort. Auf der Ebene der Bundesregierung wollen wir eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe einrichten, die Prävention als Querschnittsthema begreift. |
Die FDP plädiert für die Definition klarer Zuständigkeit und Finanzverantwortlichkeit für die einzelnen Präventionsbereiche unter Nutzung und Weiterentwicklung der bereits vorhandenen Einrichtungen auf Bundesebene, der Länder und Kommunen, der Sozialversicherungen und der Heilberufe.Die Länder und Kommunen fordern wir auf, ihrer Verantwortung in ihrem Aufgabenbereich für Präventions- und Gesundheitsförderung nachzukommen, indem sie die Infrastruktur verbessern und z. B. den öffentlichen Gesundheitsdienst stärken und regionale Projekte und Kampagnen insbesondere in sozialen Brennpunkten durchführen. Sie müssen Kindergärten und Schulen dabei unterstützen, sich zu gesundheitsfördernden Einrichtungen zu entwickeln. |
Gesundheitsförderung und Prävention sind als gesamtgesellschaftliche Aufgaben anzuerkennen und dementsprechend auszugestalten. Hierfür ist für uns eine spürbare Bundesbeteiligung mit Steuermitteln (zu Beginn 1 Mrd. € jährlich) ebenso unerlässlich wie eine Einbeziehung aller Sozialversicherungsträger und der Privaten Krankenversicherung. Damit ein lebensweltorientierter Ansatz von Gesundheitsförderung und Prävention umgesetzt werden kann, benötigen wir ein Koordinierungs- und Entscheidungsgremium auf Bundesebene. Dort sollen die Mittel nach einheitlichen Standards abgerufen werden können. Vorhandene bewährte Strukturen auf Landes- und kommunaler Ebene sind so weiterzuentwickeln, dass sinnvolle und integrierte Präventionsmaßnahmen verstetigt werden können. |
Folgende Fragen wurden den Parteien gestellt. Klicken Sie auf die gewünschte Frage, um alle Antworten zu sehen.
- Was plant Ihre Partei konkret, um die notwendige Gesunderhaltung der Bevölkerung maßgeblich und nachhaltig zu fördern?
- Welche Anreize und Maßnahmen hält Ihre Partei für notwendig und umsetzbar, um die Bevölkerung zu einem eigenverantwortlichen und gesünderen Lebensstil zu motivieren?
- Ist die Stärkung und Ausweitung von Bonusprogrammen im Bereich der Prävention Ihrer Ansicht nach zweckmäßig?
- Halten Sie die Kennzeichnung von Lebensmitteln mit dem Ampelsystem als Präventionsinstrument für sinnvoll?
- Nachhaltige Präventionsarbeit erfordert eine vernetzte Infrastruktur vieler Ministerien in Bund und Ländern, wie Gesundheit, Bildung, Wirtschaft und Umwelt etc.
Wie können diese Strukturen zeitnah aufgebaut und handlungsfähig gemacht werden?
- Sind von Ihrer Partei Maßnahmen oder Vorgaben geplant, die das betriebliche Gesundheitsmanagement nachhaltig stärken können?




CDU und CSU wollen die Prävention aufwerten ohne dabei eine neue Bürokratie zu schaffen. Prävention braucht keine zentralistische Steuerung, sondern klare Regelungen der Zuständigkeiten und Finanzierung nach subsidiären Prinzipien. Vor allem auf kommunaler und regionaler Ebene wollen wir die Kooperation zwischen den gesellschaftlichen Akteuren verstärken, gemeinsame Ziele definieren, vorhandene Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit und Effizienz hin prüfen sowie vorhandene Strukturen nutzen.
Es muss zur Selbstverständlichkeit werden, gesundheitliche Aspekte in allen anderen Politikbereichen zu berücksichtigen. Das betrifft nicht nur Bund und Länder, sondern auch die Kommunen. Gerade vor Ort ist es wichtig, Strukturen der Zusammenarbeit zu entwickeln. Wir haben dafür gesorgt, dass Maßnahmen der Gesundheitsförderung in Stadtteilen auch aus den Mitteln des Bund-Länder-Programms "Soziale Stadt" finanziert werden können.
Das erwähnte Gremium für die Präventionsförderung auf Bundesebene soll alle wesentlichen Präventionsakteure einbeziehen. Gemeinsame Präventionsziele und Absprachen über Förderschwerpunkte, Qualitätsstandards u.v.a.m. brauchen einen solchen gemeinsamen Ort. Auf der Ebene der Bundesregierung wollen wir eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe einrichten, die Prävention als Querschnittsthema begreift.
Die FDP plädiert für die Definition klarer Zuständigkeit und Finanzverantwortlichkeit für die einzelnen Präventionsbereiche unter Nutzung und Weiterentwicklung der bereits vorhandenen Einrichtungen auf Bundesebene, der Länder und Kommunen, der Sozialversicherungen und der Heilberufe.
Gesundheitsförderung und Prävention sind als gesamtgesellschaftliche Aufgaben anzuerkennen und dementsprechend auszugestalten. Hierfür ist für uns eine spürbare Bundesbeteiligung mit Steuermitteln (zu Beginn 1 Mrd. € jährlich) ebenso unerlässlich wie eine Einbeziehung aller Sozialversicherungsträger und der Privaten Krankenversicherung. Damit ein lebensweltorientierter Ansatz von Gesundheitsförderung und Prävention umgesetzt werden kann, benötigen wir ein Koordinierungs- und Entscheidungsgremium auf Bundesebene. Dort sollen die Mittel nach einheitlichen Standards abgerufen werden können. Vorhandene bewährte Strukturen auf Landes- und kommunaler Ebene sind so weiterzuentwickeln, dass sinnvolle und integrierte Präventionsmaßnahmen verstetigt werden können.