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4. Halten Sie die Kennzeichnung von Lebensmitteln mit dem Ampelsystem als Präventionsinstrument für sinnvoll?


CDU/CSUEine klare Lebens­mittel­kenn­zeichnung ist uns wichtig. Deshalb setzen sich CDU und CSU für übersicht­liche Informa­tionen auf den Verpackungen über Nährwerte, Inhalts­stoffe und Tages­bedarf auf der Grundlage einheit­licher Bezugs­größen ein. Wir begrüßen, dass die Wirtschaft auf den meisten verpackten Lebens­mitteln bereits angibt, wie viel Kalorien, Zucker, Fett, gesättigte Fettsäuren und Salz des durchschnitt­lichen Tages­bedarfs eines Menschen in einer Portion enthalten sind. Diese genaueren Angaben sind sinnvoller als nur Ampel­punkte. Hersteller können allerdings zusätzlich eine Farb­codierung vornehmen. Menschen, die sich gesund ernähren und z.B. Diabetes mellitus vorbeugen wollen, müssen aber ihren Kalorien- und Zucker­verbrauch exakter bestimmen können. Dafür wollen wir eine verpflich­tende Regelung in der EU durch­setzen. SPDVerbraucherinnen und Verbrau­cher können sich eine ausgewogene Ernäh­rung nur zusammen­stellen, wenn ihnen auch der Nährwert der Produkte bekannt ist. Viele Lebens­mittel sind heute so stark verarbeitet oder aus so zahl­reichen Kom­ponenten zusammen­gesetzt, dass auch informierte Verbraucher­innen und Ver­braucher den Nährwert nicht richtig einschätzen können. Die SPD spricht sich daher für eine verpflich­tende Kenn­zeichnung der Nähr­werte von Lebens­mittel mit Ampel­farben aus, weil sie den Verbraucher­innen und Verbrau­chern eine schnelle Orien­tierungs­hilfe im täglichen Konsum­alltag gibt und Transparenz und Vergleich­barkeit zwischen Produkten ermöglicht. Gerade beim Einkauf von Fertig­mahlzeiten und stark ver­arbeiteten Produkten wird so auf einen Blick erkennbar, welche Pizza die fettärmere, welches Müsli das weniger gezuckerte und welche Chips die salzärmeren sind. Eine Ampel­kenn­zeichnung von Nähr­werten kann dabei allerdings ein Baustein einer umfassenden Strategie sein. Übergewicht und Adipositas können nur nachhaltig bekämpft werden mit Ernährungs­bildung, Ernährungs­aufklärung und der Förderung von Bewegung in Kinder­gärten, Schulen und im sonstigen Alltag.
GrüneBündnis 90/Die Grünen wollen Ernährungs­fakten allgemein bekannt machen, denn jeder Zweite leidet bereits unter Über­gewicht. Bei Lebens­mitteln soll der Gehalt an Fett, Zucker und Salz darum durch eine Ampel­kenn­zeichnung in den Farben grün-gelb-rot eindeutig sichtbar werden. Ver­braucher­aufklärung und neue Struk­turen für gesunde Ernährung sollen darüber hinaus früh und breit ansetzen. Schon in der Schule soll Wissen zu Obst, Milch und Brot vermittelt und eine gemeinsame Mahlzeit selbst­verständlich werden. FDPDie FDP setzt im Ernährungs­bereich neben gesetzlichen Initiativen zum Ver­braucher­schutz verstärkt auf Eigen­verant­wortung, Anreiz­systeme und Wett­bewerb. Wir wollen eine trans­paren­tere Nährwert­kennzeich­nung der Lebens­mittel, keine poli­tische Steuerung des Konsums und Bevor­mundung der Ver­braucher.
Die LinkeDIE LINKE streitet für eine verbind­liche und einheit­liche Ampel­kenn­zeichnung. Nur die Ampel­farben klären auf den ersten Blick einfach und ver­ständlich darüber auf, wie viel Salz, Fett oder Zucker in einem Lebens­mittel steckt. Die Kenn­zeichnung muss nach fest­gelegten Ein­heiten erfolgen. Portions­größen können dagegen mani­pulierend ein­gesetzt werden und die Ver­braucher­innen und Ver­braucher in die Irre führen.  

Folgende Fragen wurden den Parteien gestellt. Klicken Sie auf die gewünschte Frage, um alle Antworten zu sehen.

  1. Was plant Ihre Partei konkret, um die notwendige Gesunderhaltung der Bevölkerung maßgeblich und nachhaltig zu fördern?
     
  2. Welche Anreize und Maßnahmen hält Ihre Partei für notwendig und umsetzbar, um die Bevölkerung zu einem eigenverantwortlichen und gesünderen Lebensstil zu motivieren?
     
  3. Ist die Stärkung und Ausweitung von Bonusprogrammen im Bereich der Prävention Ihrer Ansicht nach zweckmäßig?
     
  4. Halten Sie die Kennzeichnung von Lebensmitteln mit dem Ampelsystem als Präventionsinstrument für sinnvoll?
     
  5. Nachhaltige Präventionsarbeit erfordert eine vernetzte Infrastruktur vieler Ministerien in Bund und Ländern, wie Gesundheit, Bildung, Wirtschaft und Umwelt etc.
    Wie können diese Strukturen zeitnah aufgebaut und handlungsfähig gemacht werden?

     
  6. Sind von Ihrer Partei Maßnahmen oder Vorgaben geplant, die das betriebliche Gesundheitsmanagement nachhaltig stärken können?

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