Eine klare Lebensmittelkennzeichnung ist uns wichtig. Deshalb setzen sich CDU und CSU für übersichtliche Informationen auf den Verpackungen über Nährwerte, Inhaltsstoffe und Tagesbedarf auf der Grundlage einheitlicher Bezugsgrößen ein. Wir begrüßen, dass die Wirtschaft auf den meisten verpackten Lebensmitteln bereits angibt, wie viel Kalorien, Zucker, Fett, gesättigte Fettsäuren und Salz des durchschnittlichen Tagesbedarfs eines Menschen in einer Portion enthalten sind. Diese genaueren Angaben sind sinnvoller als nur Ampelpunkte. Hersteller können allerdings zusätzlich eine Farbcodierung vornehmen. Menschen, die sich gesund ernähren und z.B. Diabetes mellitus vorbeugen wollen, müssen aber ihren Kalorien- und Zuckerverbrauch exakter bestimmen können. Dafür wollen wir eine verpflichtende Regelung in der EU durchsetzen. |
Verbraucherinnen und Verbraucher können sich eine ausgewogene Ernährung nur zusammenstellen, wenn ihnen auch der Nährwert der Produkte bekannt ist. Viele Lebensmittel sind heute so stark verarbeitet oder aus so zahlreichen Komponenten zusammengesetzt, dass auch informierte Verbraucherinnen und Verbraucher den Nährwert nicht richtig einschätzen können. Die SPD spricht sich daher für eine verpflichtende Kennzeichnung der Nährwerte von Lebensmittel mit Ampelfarben aus, weil sie den Verbraucherinnen und Verbrauchern eine schnelle Orientierungshilfe im täglichen Konsumalltag gibt und Transparenz und Vergleichbarkeit zwischen Produkten ermöglicht. Gerade beim Einkauf von Fertigmahlzeiten und stark verarbeiteten Produkten wird so auf einen Blick erkennbar, welche Pizza die fettärmere, welches Müsli das weniger gezuckerte und welche Chips die salzärmeren sind. Eine Ampelkennzeichnung von Nährwerten kann dabei allerdings ein Baustein einer umfassenden Strategie sein. Übergewicht und Adipositas können nur nachhaltig bekämpft werden mit Ernährungsbildung, Ernährungsaufklärung und der Förderung von Bewegung in Kindergärten, Schulen und im sonstigen Alltag. |
Bündnis 90/Die Grünen wollen Ernährungsfakten allgemein bekannt machen, denn jeder Zweite leidet bereits unter Übergewicht. Bei Lebensmitteln soll der Gehalt an Fett, Zucker und Salz darum durch eine Ampelkennzeichnung in den Farben grün-gelb-rot eindeutig sichtbar werden. Verbraucheraufklärung und neue Strukturen für gesunde Ernährung sollen darüber hinaus früh und breit ansetzen. Schon in der Schule soll Wissen zu Obst, Milch und Brot vermittelt und eine gemeinsame Mahlzeit selbstverständlich werden. |
Die FDP setzt im Ernährungsbereich neben gesetzlichen Initiativen zum Verbraucherschutz verstärkt auf Eigenverantwortung, Anreizsysteme und Wettbewerb. Wir wollen eine transparentere Nährwertkennzeichnung der Lebensmittel, keine politische Steuerung des Konsums und Bevormundung der Verbraucher. |
DIE LINKE streitet für eine verbindliche und einheitliche Ampelkennzeichnung. Nur die Ampelfarben klären auf den ersten Blick einfach und verständlich darüber auf, wie viel Salz, Fett oder Zucker in einem Lebensmittel steckt. Die Kennzeichnung muss nach festgelegten Einheiten erfolgen. Portionsgrößen können dagegen manipulierend eingesetzt werden und die Verbraucherinnen und Verbraucher in die Irre führen. |
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