CDU und CSU werden Eigenverantwortung, Vorsorge und Prävention weiter stärken. Ein wichtiger Schritt zur Stärkung von Eigenverantwortung, Prävention und Gesundheitsförderung ist die Weiterentwicklung von Bonus-Modellen, Wahl- und Selbstbehalttarifen. |
Die Krankenkassen bieten ihren Versicherten qualitätsgesicherte Leistungen zur primären Prävention und zur betrieblichen Gesundheitsförderung an. Die Anforderungen an diese Leistungen sind verbindlich in einem Leitfaden definiert, den der GKV-Spitzenverband unter Einbeziehung unabhängigen Sachverstandes erarbeitet hat. Wir halten eine Stärkung von Bonusprogrammen im Bereich der Prävention für sinnvoll, sofern die Angebote gemäß der gesetzlichen Vorgaben geprüft und zertifiziert sind. |
Wir bezweifeln, dass Bonusprogramme die Bevölkerungsgruppen erreichen, die besonders auf Präventionsmaßnahmen angewiesen wären. Um hierzu aber begründete Aussagen zu machen, fehlt es in Deutschland noch an der notwendigen Wirkungsforschung. Auch das wollen wir mit einem Präventionsgesetz ändern. Bonusprogramme und Präventionsmaßnahmen müssen endlich auf ihren Nutzen hin evaluiert werden. |
Die FDP fordert im Rahmen ihrer Präventionsstrategie einen effizienz- und qualitätsorientierten Ausbau der Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen der Krankenkassen. Die Zielgruppen sollen entsprechend motiviert werden, diese Leistungen auch in Anspruch zu nehmen. Abhängig von der Zielgruppe können hier auch finanzielle Anreize sinnvoll sein. |
Für DIE LINKE ist Partizipation die Schlüsselgröße der Prävention. Deshalb sind Strategien zu entwickeln, wie partizipative Entscheidungsstrukturen von der Konzeption von Projekten und Programmen der Gesundheitsförderung und Prävention bis hin zur Qualitätssicherung gewährleistet werden. Einen Zwang zur Prävention – auch in Form von Bonus- oder Malusregelungen – lehnen wir dagegen ab. |
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