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2. Welche Anreize und Maßnahmen hält Ihre Partei für notwendig und umsetzbar, um die Bevölkerung zu einem eigenverantwortlichen und gesünderen Lebensstil zu motivieren?


CDU/CSUCDU und CSU werden Eigen­ver­ant­wortung, Vor­sorge und Prä­ven­tion weiter stärken. Ein wich­tiger Schritt zur Stär­kung von Eigen­ver­ant­wortung, Prä­ven­tion und Gesund­heits­förderung ist die Weiter­ent­wick­lung von Bonus-Modellen, Wahl- und Selbst­behalt­tarifen. SPDWir wissen, dass die Ge­sund­heits­chancen in der Be­völ­kerung sehr un­gleich ver­teilt sind. Deshalb brau­chen wir als ersten wich­tigen Schritt endlich ein Prä­ven­tions­gesetz, in dem Ge­sund­heits­ziele als Hand­lungs­rahmen defi­niert sowie ent­sprechende Maß­nahmen über die Lebens­welten wie Arbeits­platz, Schule, Stadt­quartier an die Men­schen heran­getragen wer­den.
GrüneDie herkömm­lichen Prä­ven­tions­maß­nahmen errei­chen vor allem solche Men­schen, die ohne­hin gesund­heits­bewusst leben. Sozial Benach­teiligte und andere ge­sund­heits­gefähr­dete Gruppen fühlen sich nicht ange­spro­chen. Um das zu ändern, muss Prä­ven­tion im All­tag der Men­schen an­setzen - in den Kinder­tages­stätten, den Schulen, in den Be­trieben und im Wohn­quartier. Die finan­ziellen und struk­turellen Grund­lagen für eine lebens­welt­orien­tierte Prä­ven­tion wollen wir mit dem Prä­ven­tions­gesetz ver­bessern. FDPDie FDP befürwor­tet die Moti­vation der Bevöl­kerung zu gesund­heits­bewuss­tem Ver­halten durch gezielte und ver­ständ­liche Infor­mation, durch Kam­pagnen, die auf All­tags­situa­tionen abstellen und die die Lebens­situa­tion der jeweiligen Ziel­gruppen berück­sichtigen. Die Medien sind in diese Auf­gabe über ihren öffen­tlich recht­lichen Bil­dungs­auftrag bzw. über frei­willige Ver­ein­barungen ein­zube­ziehen.
Die LinkeWissen­schaft­liche Stu­dien belegen: Wer arm ist, muss früher ster­ben. Dies hat mit Eigen­ver­ant­wortung zu tun, ist aber vor allem auf die unter­schied­lichen Lebens­lagen zurück­zufüh­ren. Geht man von der mitt­leren Lebens­er­wartung ab 18 Jahren aus, dann be­trägt bei Männern der Ab­stand zwischen der niedrigsten und höchsten Ein­kommens­gruppe etwa 14 Jahre. Das ist ein Skandal und muss sich ändern. DIE LINKE fordert des­halb ein Prä­ventions­gesetz, das Ge­sundheits­förderung und Prä­ven­tion vor allem in den Lebens­welten der Men­schen stärkt. So kann Gesund­heit kontinuier­lich im Lebens­alltag geför­dert werden. Im Vorder­grund sollte dabei die Stär­kung der Lebens- und Sozial­kompe­tenzen der Men­schen stehen. Zugleich ist eine gesund­heits­förder­liche Gesamt­politik zu ent­wickeln, damit die sozial be­dingte Un­gleich­heit von Gesund­heits­chancen ver­ringert werden kann.  

Folgende Fragen wurden den Parteien gestellt. Klicken Sie auf die gewünschte Frage, um alle Antworten zu sehen.

  1. Was plant Ihre Partei konkret, um die notwendige Gesunderhaltung der Bevölkerung maßgeblich und nachhaltig zu fördern?
     
  2. Welche Anreize und Maßnahmen hält Ihre Partei für notwendig und umsetzbar, um die Bevölkerung zu einem eigenverantwortlichen und gesünderen Lebensstil zu motivieren?
     
  3. Ist die Stärkung und Ausweitung von Bonusprogrammen im Bereich der Prävention Ihrer Ansicht nach zweckmäßig?
     
  4. Halten Sie die Kennzeichnung von Lebensmitteln mit dem Ampelsystem als Präventionsinstrument für sinnvoll?
     
  5. Nachhaltige Präventionsarbeit erfordert eine vernetzte Infrastruktur vieler Ministerien in Bund und Ländern, wie Gesundheit, Bildung, Wirtschaft und Umwelt etc.
    Wie können diese Strukturen zeitnah aufgebaut und handlungsfähig gemacht werden?

     
  6. Sind von Ihrer Partei Maßnahmen oder Vorgaben geplant, die das betriebliche Gesundheitsmanagement nachhaltig stärken können?

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