Druckansicht öffnenTipp versenden

1. Was plant Ihre Partei konkret, um die notwendige Gesunderhaltung der Bevölkerung maßgeblich und nachhaltig zu fördern ?


CDU/CSUCDU und CSU bekennen sich nach­drücklich zu einer Stär­kung von Prä­ven­tion und Ge­sund­heits­för­derung im deut­schen Gesund­heits­wesen. Prä­ven­tion ist eine gesamt­gesell­schaft­liche Aufgabe, denn ihr Ausbau ver­bessert nicht nur Gesund­heit, Lebens­qualität und Leistungs­fähigkeit der Menschen, sondern kann auch die künf­tigen finan­ziellen Belas­tungen unserer Sozial­systeme mindern. Deshalb wollen wir die Prä­ven­tion auf­werten.
Die Gesundheits­for­schung trägt dazu bei, mit Inno­vationen die Lebens­qualität von Menschen aller Lebens­alter zu erhöhen und gleich­zeitig die Finan­zier­barkeit des Gesund­heits­systems zu sichern. Wir werden des­halb die For­schung und Ent­wick­lung in den Bereichen Gesund­heit, Altern, Medizin­technik im Zukunfts­projekt "Gesund­heits­forschung" zusammen­fassen und stärken. Damit bauen wir die Spitzen­stellung Deut­schlands auf dem Gebiet der Medizin­forschung aus.
SPDDie SPD hat sich in der Ver­gangen­heit immer wieder dafür ein­gesetzt, dass wir end­lich ein Prä­ventions­gesetz be­kommen, mit dem Präven­tion zu einer eigen­ständigen Säule der Gesund­heits­versor­gung gemacht wird. Wir sind über­zeugt davon, dass wir die kommen­den Heraus­forderungen im Zusammen­hang mit dem demo­grafischen Wandel, der Zunahme chronischer Er­krankungen und dem medi­zinischen Fort­schritt nur bewäl­tigen können, wenn wir es schaffen unser Gesund­heits­wesen grund­legend neu auszu­richten. Wir müssen weg kommen vom Reparatur­betrieb, hin zu einer echten Vor­sorge­orien­tierung. Die Gesetz­ent­würfe, die wir vor­gelegt haben, basierten immer darauf, dass Projekte, die in den Lebens­welten (Kinder­gärten, Schulen, Betriebe, Kranken­häuser) ansetzen, einfacher realisiert werden sollten. Kern­bestand­teil sollte sein, dass die Sozial­versicherungs­träger und die Private Kranken­versicherung gemeinsam finan­zielle Mittel für gesund­heits­fördernde Projekte in den Lebens­welten zur Ver­fügung stellen sollten. Leider hat die Union unsere Vor­schläge zweimal blockiert. Die SPD wird trotz­dem weiter auf ein Prä­ventions­gesetz drängen.
GrüneWir wollen ein Präven­tions­gesetz für die nicht­medizi­nische Präven­tion. In einem Gremium auf Bundes­ebene soll über nationale Prä­ventions­ziele, Prä­ventions­kam­pagnen und Förder­schwer­punkte ent­schieden werden. An der Finan­zierung – wir schlagen zunächst 500 Millionen Euro jährlich vor – sollen sich alle Sozial­ver­sicherungs­träger, die private Kranken- und Pflege­versicherung sowie Bund, Länder und Kommunen be­teiligen. Die Sekundär- und die Tertiär­präven­tion sind mittel­fristig in das Gesetz ein­zube­ziehen. FDPDie Prävention, als aktive Gesund­heits­vorsorge, ist primär eine indivi­duelle Heraus­forderung. Jeder Einzelne ist dafür ver­antwort­lich, durch eine gesund­heits­bewusste Lebens­weise der Ent­stehung von Gesund­heits­risiken vorzubeugen, qualitäts­gesicherte Angebote sach­gerecht zu nutzen und auch bei bereits vor­handenen Krank­heiten durch ein ver­ant­wortungs­bewusstes Ver­halten dazu bei­zutragen, dass eine Besserung er­reicht oder eine Ver­schlimmerung vermieden werden kann. Es ist aber eine gesamt­gesell­schaft­liche Aufgabe, die Be­deutung von Präven­tion und Gesund­heits­förderung zur Vermeidung, Heilung und Linderung bei vielen Er­krankungen zu ver­deut­lichen und ziel­gerichtet Menschen, die von sich heraus ohne Hilfe nicht zu einem gesund­heits­bewussten Leben in der Lage sind, dabei zu unter­stützen, ent­sprechende Aktivi­täten zu ent­falten.
Die LinkeNach Ansicht der LINKEN ist ein Präven­tions­gesetz längst über­fällig. Ge­sund­heits­förderung und Prä­ven­tion können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die gesund­heit­lichen Res­sourcen zu stär­ken und Krank­heits­risiken zu senken. Doch in Deutschland führen Gesund­heits­förderung und Präven­tion nach wie vor ein Schatten­dasein. Zwar gibt es eine Reihe von Modell­projekten und Pro­grammen. Doch die dort ge­sammel­ten Erkennt­nisse werden bis­lang nur unzu­reichend zusammen­geführt und weiter­entwickelt, da nur kurz­fristig Gelder zur Ver­fügung stehen. Die Finan­zierung von viel ver­sprechenden Projekten der Präven­tion ist daher dauer­haft zu sichern. Hierfür benötigen wir dringend einen gesetz­lichen Rahmen, der die Ziele und Auf­gaben von Gesund­heits­förde­rung und Präven­tion ebenso bestimmt wie die Orga­nisa­tions­struktur und Vor­gaben für die Finan­zierung.  

Folgende Fragen wurden den Parteien gestellt. Klicken Sie auf die gewünschte Frage, um alle Antworten zu sehen.

  1. Was plant Ihre Partei konkret, um die notwendige Gesunderhaltung der Bevölkerung maßgeblich und nachhaltig zu fördern?
     
  2. Welche Anreize und Maßnahmen hält Ihre Partei für notwendig und umsetzbar, um die Bevölkerung zu einem eigenverantwortlichen und gesünderen Lebensstil zu motivieren?
     
  3. Ist die Stärkung und Ausweitung von Bonusprogrammen im Bereich der Prävention Ihrer Ansicht nach zweckmäßig?
     
  4. Halten Sie die Kennzeichnung von Lebensmitteln mit dem Ampelsystem als Präventionsinstrument für sinnvoll?
     
  5. Nachhaltige Präventionsarbeit erfordert eine vernetzte Infrastruktur vieler Ministerien in Bund und Ländern, wie Gesundheit, Bildung, Wirtschaft und Umwelt etc.
    Wie können diese Strukturen zeitnah aufgebaut und handlungsfähig gemacht werden?

     
  6. Sind von Ihrer Partei Maßnahmen oder Vorgaben geplant, die das betriebliche Gesundheitsmanagement nachhaltig stärken können?

Startseite Suchfunktion Nachrichten Kontakt Impressum Inhaltsverzeichnis Helfen Sie uns helfen! nach oben Deutsche Diabetes-Stiftung