So lange dauert es etwa, den neuen Fragebogen auszufüllen. Nehmen Sie sich diese Zeit, denn mit dem Test, den die Apotheken Umschau und die Deutsche Diabetes-Stiftung erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert, können Sie Ihr Diabetes-Risiko für die nächsten zehn Jahre bestimmen. Dazu müssen Sie nur acht einfache Fragen beantworten und brauchen keine Laborwerte.

 

Herzinfarkt und Schlaganfall vermeiden

 

Nicht geeignet ist der Test für den angeborenen Mangel an Insulin, den Typ 1 Diabetes. Die Gefahrenanalyse zielt vielmehr auf die weit häufigere Variante der Zuckerkrankheit, den Typ 2 Diabetes. In Verbindung mit Übergewicht und Bluthochdruck stellt dieser eine gewaltige gesundheitliche Bedrohung dar. Herzinfarkt, Schlaganfall, Gefäßschäden – die Liste möglicher Folgekrankheiten ist lang.

Zögern Sie also nicht, und machen Sie mit !

Wie der "FINDRISK"-Fragebogen die Diabetes-Vorbeugung voranbringen kann

Den Testlauf in Bergisch Gladbach hat er mit Bravour bestanden. Als Apotheker Dr. Gerd Leidig eine Diabetes-Präventionswoche in seiner Apotheke durchführte, machte er den Risiko-Fragebogen zu seinem zentralen Hilfsmittel. "Er wurde ausgezeichnet angenommen", berichtet Leidig. "Die Bereitschaft der Menschen, sich ein Bild von ihrer Stoffwechsellage zu machen, war deutlich höher als bei vergleichbaren Anlässen." Der Grund: Der Fragebogen ist leicht verständlich, schnell auszufüllen, und Labortests sind nicht nötig – nicht einmal eine Blutzuckeruntersuchung.

 

Seine "Niederschwelligkeit" bezeichnet Apothekerin Jutta Rewitzer aus Furth im Wald daher auch als die herausragende Eigenschaft des Fragebogens. Sie ist Vizepräsidentin der Bayerischen Landesapothekerkammer und im Beirat der Deutschen Diabetes-Stiftung: "Bei Risikobestimmungen müssen die Teilnehmer eine Hemmschwelle überwinden. Hier ist sie extrem niedrig."

So scheint also die Hoffnung berechtigt, dass der Test der Diabetes-Vorbeugung in Deutschland einen ordentlichen Schub verleiht. Wie wichtig das wäre, verdeutlicht der Präsident der Bundesvereinigung DeutscherApothekerverbände (ABDA) Heinz-Günter Wolf: "Es hat sich gezeigt, dass etwa jeder achte Apothekenkunde erhöhte Blutzuckerwerte hat."

Risikoberechnungen sind in vielen medizinischen Fachdisziplinen schon seit Jahren üblich. Meist liegen sie aber in der Hand von Ärzten. Das galt bis vor kurzem auch für die Zuckerkrankheit. "Möglichkeiten, das individuelle Diabetes-Risiko abzuschätzen, gibt es zwar schon länger, doch waren dazu bisher Labortests nötig. Es musste also immer ein Mediziner aufgesucht werden", sagt Präventionsforscher Dr. Peter Schwarz vom Universitätsklinikum der Technischen Universität Dresden.

Solche Untersuchungen kosten nicht nur Geld, man erreicht mit ihnen meist auch nur einen Bruchteil der Gefährdeten. Mit dem neuen Fragebogen soll sich dies ändern. Sein klarer Aufbau und seine Verständlichkeit machen ihn für jeden zugänglich. Schwarz hofft auf große Resonanz. "Ganz klar: Je einfacher und leichter ein Test ist, desto eher wird er auch gemacht."

Verbreitet: 246 Mio. Diabetiker gibt es nach aktuellen Erhebungen der Internationalen Diabetes Föderation (IDF) weltweit. Für Deutschland gehen Experten von fünf bis sechs Millionen Personen mit der Diagnose Diabetes aus.

Früher sterben: 3 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an den direkten Folgen eines Diabetes. Die Krankheit gehört damit weltweit zu den fünf häufigsten Todesursachen. Im Jahr 2005 registrierte das Statistische Bundesamt in Deutschland 24342 Diabetes-Tote und damit rund ein Viertel mehr als 25 Jahre zuvor.

Präzise Vorhersagen möglich

Entwickelt wurde der Fragebogen in Finnland. Schwarz und sein Team mussten daher klären, ob er auch für Deutschland geeignet ist. "Wir haben den Test mit eigenen Patientendaten und solchen aus Hausarztpraxen durchgeführt. Die Präzision der Vorhersagen war hervorragend", berichtet Schwarz. Im Dezember 2006 wurde die Auswertung abgeschlossen. Dabei zeigte sich auch: Für Frauen und Männer gelten die gleichen Punktwerte.

Von einem "neuen Ansatz in der Diabetes-Prävention" spricht der Vorsitzende der Deutschen Diabetes-Stiftung, Professor Rüdiger Landgraf. Mit dem Fragebogen sei die Risikobestimmung nun unabhängig vom Arzt. Gleichzeitig aber sieht der Diabetologe die Notwendigkeit der Vermittlung und Beratung: "Bei einem solchen Screening-Instrument nimmt der Apotheker eine besondere Stellung ein." Bedarf besteht vor allem dann, wenn der Test eine erhöhte Diabetesgefährdung aufzeigt. Landgraf: "Dann kann es sinnvoll sein, einen Blutzuckertest zu machen." Diesen Service bieten viele Apotheken an. Besteht tatsächlich ein erhöhtes Risiko, kommt man nicht darum herum, seinen Lebensstil zu ändern (Tipps dazu hier und in der Apotheken Umschau 01/2007).

Dramatische Folgen: 75 Prozent aller Diabetiker leiden auch an Bluthochdruck. Häufig sind zudem Augenprobleme (11,9 %), Nervenschäden (10,5 %) sowie Herzinfarkte (9,1 %). Männer mit Diabetes erleiden fast viermal so oft einen Infarkt wie Nicht-Diabetiker. Für zuckerkranke Frauen ist die Gefahr sogar um den Faktor 5,9 erhöht. Durch sehr gute Einstellung könnte dieses Risiko drastisch gesenkt werden.

Die Hauptverursacher Bewegungsmangel und eine zu kalorienreiche Ernährung müssen ausgeschaltet werden. Beides führt zu Übergewicht und verschiedenen Zivilisationskrankheiten – unter anderem Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Vorstufen des Typ 2 Diabetes.

Das Ergebnis all dessen sind Ablagerungen in den Gefäßwänden, die – je nach Ort des Schadens – Herzinfarkte, Schlaganfälle oder auch Durchblutungsstörungen hervorrufen können. Diese Folgen lassen sich verhindern, wenn rechtzeitig eingegriffen wird. Die Bedeutung des Faktors Zeit macht Landgraf klar: "Bei rund 30 Prozent der Menschen, bei denen ein Typ 2 Diabetes festgestellt wird, bestehen zum Zeitpunkt der Diagnose bereits diabetesbedingte Gefäßschäden. Nicht selten finden sich diese am Herzen."

Gibt es überzeugendere Argumente dafür, mithilfe des Fragebogens sein persönliches Risiko möglichst schnell herauszufinden?

 

So senken Sie Ihr Risiko »

Die Schattenseiten der Zuckerkrankheit

Hohe Dunkelziffer

Auf je zwei Diabetiker kommt ein nicht erkannter Fall.

 

Steigende Gefahr

Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen bei erhöhtem Blutzuckerspiegel deutlich zu.

 

Schleichende Entwicklung

Bis zu zehn Jahre ohne jegliche Beschwerden können vergehen, bis Übergewichtige eine Zuckerkrankheit entwickeln.

 

Weitere Informationen

So senken Sie Ihr Risiko

Praktische Hilfe zur Selbsthilfe

Diabetes-Test (hier online!)

Titelthema in der Apotheken Umschau (PDF-Datei 5,5MB)

Diabetes Risikotest (PDF-Datei 0,5 MB)

Apotheken Umschau (Website der Apotheken Umschau)

M.O.B.I.L.I.S. (Website zum "Sportmedizinischen Schulungsprogramm zur Therapie der Adipositas")



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